Wie werden die Ergänzungsleistungen berechnet?

Die Höhe der Leistungen wird einerseits durch die Höhe der Einkünfte und Vermögenswerte, andererseits durch Ausgaben wie Wohn- oder Heimkosten bestimmt. Der ausgerichtete Betrag entspricht der Differenz zwischen den anrechenbaren Einnahmen und den anerkannten Ausgaben. Die genaue Berechnung erfolgt gemäss den in Gesetz und Verordnung festgelegten Regeln. Eine allfällige Anspruchsberechtigung lässt sich annäherungsweise mittels Selbstberechnungsblatt bestimmen. Gerne verweisen wir auch auf den Rechner der Pro Senectute (EL zur AHV) oder den Rechner der Ausgleichskasse Basel-Stadt (EL zur AHV und zur IV).

Berechnung Einnahmen und Ausgaben

Den Einnahmen werden folgende Ausgaben gegenübergestellt:

  • Pauschalbetrag für den allgemeinen Lebensbedarf;
    • für Alleinstehende zu Hause 19‘450 Franken / Jahr oder
      1‘621 Franken / Monat
    • für Ehepaare zu Hause 29‘175 Franken / Jahr oder
      2‘431.25 Franken / Monat
       
  • Zusätzlich wird der Bruttomietzins angerechnet;
    • für Alleinstehende bis maximal 13'200 Franken / Jahr oder
      1'100 Franken / Monat
    • für Ehepaare und Familien bis max. 15'000 Franken / Jahr oder
      1'250 Franken / Monat
       
  • Für die Berechnung wird auch die Durchschnittsprämie der Krankenkassen für die obligatorische Krankenversicherung (Grundversicherung (KVG) berücksichtigt und in der Regel direkt an die Krankenkasse bezahlt. Ebenso werden Franchise und die Selbstbehalte bis insgesamt maximal 1‘000 Franken pro Jahr vergütet (siehe auch Merkblatt Krankheitskosten zu Hause resp. Merkblatt Krankheitskosten Heim-/Spitalaufenthalt).
     
  • Bezüger/innen von Ergänzungsleistungen werden auf Antrag von der Entrichtung der Radio- und TV-Gebühren befreit.

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Berechnung Vermögen

Wie wird das Vermögen angerechnet?

Die noch immer verbreitete Meinung, dass ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen erst besteht, wenn das gesamte Vermögen aufgebraucht ist, trifft nicht zu. Es besteht ein Vermögensfreibetrag von 37'500 Franken bei Alleinstehenden und 60'000 Franken bei Ehepaaren, der übersteigende Teil wird als Vermögensverzehr bei den Einnahmen angerechnet. Dieser beträgt bei Personen, die zu Hause wohnen 1/10 pro Jahr für Altersrentner/innen resp. 1/15 für Personen mit einer Hinterlassenen- oder einer IV-Rente. Für Altersrentnerinnen und -rentner in Heimen und Spitälern beträgt der Vermögensverzehr 1/5. Im speziellen Fall, wenn ein Ehepartner zu Hause und der andere im Heim oder Spital lebt, beträgt der Vermögensverzehr 1/10.

Liegenschaften

Bei einer selbstbewohnten Liegenschaft beträgt der Freibetrag generell 112'500 Franken. Ein erhöhter Freibetrag wird angerechnet, wenn der eine Ehepartner im Heim oder Spital lebt und der andere in der eigenen Liegenschaft wohnt; in diesem Fall wird ein Freibetrag von 300'000 Franken berücksichtigt. Ebenfalls kommt der höhere Freibetrag bei einer selbstbewohnten Liegenschaft zur Anwendung, wenn eine Person BezügerIn einer Hilflosenentschädigung der AHV, IV, Unfallversicherung oder Militärversicherung ist.

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Wie hoch sind die Beihilfen?

Beihilfen erhalten zu Hause wohnende Personen, wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Beihilfe wird in Form einer Pauschale in Höhe einer vollen bzw. einer halben Beihilfe ausbezahlt (§14 Abs. 1 EG/ELG). Die Beihilfe wird mit der monatlichen Ergänzungsleistung ausbezahlt.

Anspruch auf eine volle Beihilfe besteht, wenn die Höhe der Mehreinnahmen aus der Berechnung der Ergänzungsleistung (EL) folgenden Schwellenwert nicht übersteigt: 

EL-Mehreinnahmen pro Jahr volle Beihilfe pro Monat
bis CHF 500 für Alleinstehende CHF 84
bis CHF 750 für Ehepaare/eingetragene Partnerschaften CHF 125
bis CHF 250 für Waisen CHF 42

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Anspruch auf eine halbe Beihilfe besteht, wenn die Höhe der Mehreinnahmen aus der Berechnung der Ergänzungsleistung (EL) im Bereich folgender beiden Schwellenwerte liegt:

EL-Mehreinnahmen pro Jahr halbe Beihilfe pro Monat
CHF 501 - 1'000 für Alleinstehende CHF 42
CHF 751 - 1'500 für Ehepaare/eingetragene Partnerschaften CHF 63
CHF 251 - 500 für Waisen CHF 21

 

Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung

Seit 1. Januar 2011 gilt das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung.

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